Ein glanzvolles Konzert

KVJBO sw Ch.Kirsch

 

Das Kreisverbandsjugendblasorchester gab in der bestens besuchten Lindenhalle ein glanzvolles Konzert und hatte als Gast die Junge Bläserphilharmonie Zollernalb.

Der Gast hatte den Vortritt. Die 44 Musiker der Jungen Bläserphilharmonie Zollernalb eröffneten das Gemeinschaftskonzert der beiden Jugendorchester in der Lindenhalle. Dirigent Johannes Nikol führte mit „God‘s Country“ von Rossabo Galante in den langen Konzertabend ein. Danach ging es mit der „Romanian Ouverture“ nach Rumänien.

Das Orchester beschrieb spielende Kinder, im Gebt versunkene Frauen und ein rauschendes Fest. Die jungen Musiker unterstrichen die fröhliche Atmosphäre mit Pfiffen und He-Rufen. Eine Ausflug in die Mystik unternahm das Orchester mit dem angelsächsischen Mönch Lebinius, der in Peter Kleine Schaars zeitgenössischer Komposition aus dem kriegerischen Chaos zum Friedensstifter wird. Vor allem das martialische Chaos wusste das Orchester, untermalt von kräftigen Pauken, anschaulich zu interpretieren.

Ehrung für Manfred Oster

Nach der Pause ehrten der Kreisverbandsvorsitzender Matthias Dolpp und der Ehrenvorsitzende Karl Glöckler mit Manfred Oster einen langjährigen Förderer des Orchesters. Der ehemalige Sparkassen-Chef erhielt die Erich- Ganzenmüller-Medaille in Bronze. Als begnadeter Moderator, der es lässig verstand, im Publikum Spannung aufzubauen, kündigte der Tubist Christian Ludwig die Titel des KVJBO an. Man höre jetzt nur noch britische Komponisten, meinte der Moderator und beschrieb James Barnes „Alvamar Ouverture“ als Wanderung durch die schottischen Highlands. Die 80 Musiker begleiteten ihr Publikum durch Nebellandschaften und ließen eine gewaltige Burganlage auftauchen.

Orchesterleiter Franco Hänle dirigierte das Orchester zackig und dezidiert mit vollem Körpereinsatz. Nur zwei Samstage hatten die Besten der Musikvereine des Kreisverbands Ulm/Alb-Donau zum Proben angesetzt. Die Disziplin und Spielfreude waren jedem Stück anzuhören und beeindruckten das kompetente Publikum aus Musikern und Musikfreunden.

Begeisterter Applaus

Im verträumten zweiten Satz der „Suite from Hymn of the Highlands“ von Philip Sparke lud das malerische Flüsschen Alladale zum Flanieren und Schwelgen ein. Die Saxophonisten Birgit Baur (Sopran-Sax), Max Keller (Tenor-Sax) und Lea Thimm (Alt-Sax) unterstrichen die romantische Stimmung eindrücklich. Im Kontrast drang der dritte Satz martialisch und mit dicker Instrumentierung an das Ohr des Publikums. Im wilden Presto brauste eine ungestüme Klangfülle durch den Saal.

Dagegen stand die Komposition „New World Dances“ von Martin Ellerby mit leichter Heiterkeit und fröhlichem Schwung. In den drei Tänzen huldigte das Orchester dem Pioniergeist der frühen Siedler Nordamerikas. Die Musiker lavierten souverän durch vertrackte Rhythmen und interpretierten auch die Zuversichtlichkeit in den freudigen Teilen der Komposition. Man hörte förmlich die Tellerwäscher mit ihren Tellern jonglieren. Ein Medley aus sieben Beatles-Songs verleitete die Zuhörer zum Mitwippen. Am Ende brauste begeisterter Applaus auf, in dem sich jeder der jungen, engagierten Musiker und ihr Dirigent baden konnten.                 (Südw.Presse Chr.Kirsch)

 Weiterer Bericht (Schwäb.Zeitung Körner)

 Ta­len­tiert sind sie al­le, die rund 70 jun­gen Blas­mu­si­ker aus dem Alb-Do­nau-Kreis, die ge­mein­sam im Kreis­ver­bands­ju­gend­blas­mu­sik­or­ches­ter spie­len. Die von Di­ri­gent Fran­co Hän­le aus­ge­wähl­ten Stü­cke üben die Mu­si­ker in­ten­siv für sich zu Hau­se, ehe sie sich zwei Mal vor dem halb­jähr­li­chen Kon­zert zu ei­nem Pro­be­wo­chen­en­de tref­fen. Sie al­le kom­men aus re­gio­na­len Blas­mu­sik­ver­ei­nen, ha­ben sich beim KVJBO be­wor­ben, muss­ten vor ei­ner Ju­ry vor­spie­len, ehe sie auf­ge­nom­men wur­den, er­klär­te Karl Glöck­ler vom Blas­mu­sik-Kreis­ver­ban­des Ulm/ Alb-Do­nau.Für das Herbst­kon­zert hat­te Hän­le Mu­sik neu­zeit­li­cher eng­lisch­spra­chi­ge Kom­po­nis­ten ge­wählt. Mit der „Al­va­mar Ou­ver­tü­re“ von Ja­mes Bar­nes be­gan­nen die jun­gen Mu­si­ker mit fei­er­li­chen Ak­kor­den wie Glo­cken­schlä­ge, die zu lang­sa­men sehr er­ha­be­nen Tei­len über­lei­ten, ein freu­di­ges Fi­na­le folgt.

In Phi­lip Spar­kes „Sui­te from Hymn oft he High­lands“ er­zähl­ten die Mu­si­ker des KVJBO von ei­ner Burg im ne­be­li­gen schot­ti­schen Hoch­land, von Wan­de­rern, die da­hin un­ter­wegs sind. Sa­xo­pho­ne be­schrei­ben sehr ro­man­tisch ein klei­nes Dorf im zwei­ten Teil. Der drit­te Teil ist dem Ort Dun­do­nell ge­wid­met, ein wil­des Pres­to führt zu ei­nem fu­rio­sen Schluss. Mit ih­rem drit­ten Stück „New World Dan­ces“ von Mar­tin El­ler­by wech­sel­ten die Mu­si­ker in die Neue Welt, sorg­fäl­tig aber tem­pe­ra­ment­voll von Fran­co Hän­le – sehr ele­gant im Frack und Lack­schu­hen – ge­führt.
Den Pio­nier­geist der Siedler will der Kom­po­nist mit sei­nem „Earth Dan­ce“be­schrei­ben, im „Moon Dan­ce“wird von den ge­wal­ti­gen Dis­tan­zen er­zählt, die die Siedler zu­rück­le­gen. „Sun Dan­ce“steht schließ­lich für den ame­ri­ka­ni­schen Traum, je­der kann al­les er­rei­chen. Im­mer wie­der wech­sel­ten die Mu­si­ker da­bei ih­re Po­si­tio­nen. Das Bes­te kam zum Schluss: mit ei­nem gro­ßen Reich­tum an Klang­far­ben spiel­ten die jun­gen Mu­si­ker die be­lieb­tes­ten und schöns­ten Me­lo­di­en der Beat­les „Hey Ju­de“, „Pen­ny La­ne“„Yel­low Sub­ma­ri­ne“mit ei­nem bei­nah ech­ten U-Boot, und sehr be­we­gend „Yes­ter­day“. Für die vie­len tol­len So­li gab es ei­nen Ex­tra­ap­plaus.
Be­gon­nen hat das Kon­zert die Jun­ge Blä­ser­phil­har­mo­nie Zol­ler­nalb. Mit „God’s Coun­try“be­schrie­ben sie mu­si­ka­lisch die schöns­ten Land­schaf­ten der Welt, ehe sie mu­si­ka­lisch mit Tho­mas Doss’ „Ro­ma­ni­an Ou­ver­tu­re“in ein klei­nes Dorf nach Ru­mä­ni­en wech­sel­ten und ein rau­schen­des Fest dort be­schrie­ben. Wei­ter ging die Rei­se in die Nie­der­lan­de zu „Le­bui­nus ex Da­ven­tria“von Pe­ter Klei­ne Schaars, ein an­gel­säch­si­scher Mönch soll­te ei­ne Kir­che er­rich­ten, die die Sach­sen zer­stö­ren woll­ten, doch es wird ein Weg zum fried­li­chen Mit­ein­an­der ge­fun­den. Mit Me­lo­di­en aus dem „Fluch der Ka­ri­bik“be­en­de­ten die Gäs­te von der Zol­ler­nalb ih­ren Teil des Kon­zer­tes, lie­ßen die Aben­teu­rer von Jack Spar­row und sei­ner „Black Pe­arl“le­ben­dig wer­den.
Als das Kreis­ver­bands­ju­gend­blas­or­ches­ter Ulm/Alb Do­nau 1999 ge­grün­det wur­de, war der da­ma­li­ge Chef der Spar­kas­se Ulm, Man­fred Os­ter, we­sent­lich dar­an be­tei­ligt, sag­te Glöck­ler beim Kon­zert des KVJBO.
Als An­er­ken­nung für die Start­hil­fe und im­mer­wäh­ren­de Un­ter­stüt­zung des KVJBO über­reich­ten Glöck­ler und Mat­thi­as Dolpp, der der­zei­ti­ge Vor­sit­zen­de des Kreis­blas­mu­sik­ver­ban­des, dem pen­sio­nier­ten Spar­kas­sen­chef die ErichGan­zen­mül­ler-Me­dail­le des Blas­mu­sik­ver­ban­des Ba­den-Würt­tem­berg.


« vorherige Nachricht

Die nächsten Termine

Vereinsverwaltung

Partner

Berg Brauerei