Rückblick Hauptversammlung am 12. März 2022

Blasmusik kommt langsam wieder in Gang
Geschäftsführerin Mariannne Glöckler verabschiedet sich vom Kreisverband nach 32 Jahren
(Bericht SZ Kurt Efinger)

32 Jahre lang hat Marianne Glöckler im Kirchbierlinger Ortsteil Sontheim die Geschäfte des Blasmusikkreisverbands Ulm/Alb-Donau geführt. Am Samstag verabschiedete sie sich bei der Hauptversammlung in Pappelau von ihrer mehr als drei Jahrzehnte dauernden Arbeit. Stehend applaudierten ihr die Delegierten der Musikvereine, als ihr der Kreisverbandsvorsitzende Matthias Dolpp in Anerkennung ihrer Verdienste für die Blasmusik als höchstmögliche Auszeichnung des Blasmusikverbands Baden-Württemberg die Erich-Ganzenmüller-Medaille in Bronce und dazu die Ehrenmitgliedschaftsurkunde des Kreisverbands überreichte. Zum Nachfolger von Marianne Glöckler und damit auch Finanzverwalter des Kreisverbands wurde Hubert Stoll aus Schmiechen gewählt. Als Assistentin der Verbandsführung unterstützt ihn Mirijam Stark aus Teuringshofen.

Die langjährige Tätigkeit habe ihr stets viel Freude bereitet und sie auch in ihrem persönlichen Leben gestärkt und vorangebracht, sagte Marianne Glöckler im Anschluss an ihren letzten Rechenschaftsbericht vor der Hauptversammlung. Der Umfang ihrer Arbeit mit einer Bilanzsumme von 227.250 Euro lässt sich erahnen, wenn man bedenkt, dass der Kreisverband Ulm/Alb-Donau 69 Musikvereine zählt. Kreismusikfeste, Jugendwertungsspiele, Lehrgänge und Konzerte brachten eine enorme Menge zu bewältigender Aufgaben mit sich. Als ganz große Herausforderung bezeichnete die verabschiedete Geschäftsführerin das 1998 in Ehingen veranstaltete Landesmusikfest. Aber auch das wurde mit Bravour gemeistert.

Zum Nachfolger von Hubert Stoll als Vorstandsvertreter des Verbandsbezirks West wählte die Versammlung in der Halle am Schinderwasen Wolfgang Seiz und zu seinem Stellvertreter Markus Bucher. Im Bezirk Mitte obliegt die Vertretungsaufgabe künftig Rainer Kammerer. Seine Stellvertreterin ist Annika Mayer. Neue Kassenprüfer sind Ann-Katrin Maikler und Dennie Schuster.

Knapp fiel der Bericht des Vorsitzenden Matthias Dolpp angesichts der andauernden Gesundheitsbeeinträchtigung aus. Der Verband zählt 6379 Musiker, davon 2336 unter 18 Jahren und 4043 über 18 Jahren. Mit 31.000 Euro wurde die Blasmusik vom Alb-Donau-Kreis unterstützt.
27500 Euro steuerte der Verband Oberschwäbischer Elektrizitätswerke (OEW) bei. 79700 Euro kamen von der Corona-Soforthilfe des Landes.

„Die Vereine sind im letzten Jahr musikalisch wie kameradschaftlich auf eine harte Probe gestellt worden“, eröffnete Kreisverbandsdirigentin Elisabeth Maier ihren Rückblick. Digitale Veranstaltungen hätten die Zeit geprägt. Bei einem digitalen Dirigententreffen tauschten am 2. Februar 42 Teilnehmer ihre Erfahrungen aus. An einem Workshop nahmen 38 Dirigenten teil, 27 an einem weiteren Workshop. 20 Orchesterleiter fanden sich am 18. September zu einer Schulung mit Fregattenkapitän Matthias Prock, Leiter der Marinemusikkorps Wilhelmshafen und dem Kreisverbands-Jugendorchester in Schelklingen ein. Als nächster Termin steht am 28. und 29. Mai das Kreismusikfest in Blaustein mit Wertungsspiel an. Für den 8. Oktober ist in Blaubeuren ein Dirigententag mit Major Christoph Walter, Leiter der Kaderschule am Kompetenzzentrum Militärmusik in Aarau, vorgesehen.

Den von Orchesterkoordinator Volker Frank verfassten Bericht des Kreisverbandsjugendorchesters trug Matthias Dolpp vor. Das Eliteorchester verbrachte im Oktober ein Wochenende beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Hilden und gab in der Ehinger Lindenhalle zwei Konzerte. Die nächsten Veranstaltungen sind am 23. April ein Konzert in Schelklingen und am 24. April ein weiteres in Ehingen.

49 Mitglieder zählt das Kreisseniorenorchester nach Auskunft seines Sprechers Ulrich Müller. Im Freien und in der Oberdischinger Sporthalle probte es im vergangenen Jahr.

In Öpfingen veranstaltet die Bläserjugend nach Auskunft von Kreisverbandsjugendleiterin Julia Schaible am 9. Und 10. April das nächste Jugendwertungsspiel. Nicht wie traditionell im Bildungshaus Untermarchtal, sondern im neuen Musikzentrum Baden-Württemberg in Plochingen findet von 8. bis 12. August der Sommerlehrgang statt. Das Abschlußkonzert ist am Schlusstag in der Schinderwasenhalle.

Die kommenden Kreismusikfeste sind vergeben für 2022 nach Blaustein, 2023 nach Westerheim, 2024 nach Seißen und 2025 nach Altheim/Alb.

 

 

 

Auf dem Blaubeurer Hochsträß in der Schinderwasenhalle hielt der Blasmusik-Kreisverband Ulm/Alb-Donau seine alljährliche Hauptversammlung am 12.03.2022 ab
Eine Ära geht nach würdevollen 32 Jahren zu Ende
(Bericht von KV-Pressereferentin Corolin Reisser)

 

„Endlich wieder Blasmusik live zu hören“ waren die Eröffnungsworte von Landrat Heiner Scheffold als zu Beginn der Hauptversammlung des Blasmusikkreisverbandes Ulm/Alb-Donau der Musikverein Hochsträß in der Schinderwasenhalle in Blaub-Pappelau den „Kreismarsch von der Alb zur Donau“ aufspielte. Weiter zitierte der Landrat: „Musik ist Balsam für die Seele und Erholung für den Geist; sie ist ein großer Bestandteil im sozialen Leben“. Bürgermeister Jörg Seibold wies die Besucher der Hauptversammlung auf das Urgeschichtliche Museum mit den ältesten Blasinstrumenten in Blaubeuren hin. Ein Besuch sei lohnenswert, so der Bürgermeister. Landtagsabgeordneter Manuel Hagel betonte, dass die Welt nicht mehr so ist, wie sie einmal war und dass deshalb die Musik für ein gesellschaftliches Miteinander noch wichtiger geworden sei. Ein persönlicher Dank ging an Matthias Dolpp für das ehrenamtliche Engagement für die Musik. Gerade in diesen schwierigen Zeiten brauchen die Jugendlichen noch mehr Unterstützung um einen persönlichen Austausch zu erleben.

Kreisverbandsvorsitzender Matthias Dolpp sieht die Jugendarbeit durch die Bläserjugend im Kreisverband und das Kreisverbandsjugendblasorchester sehr gut aufgestellt. Der Verband besteht aus 69 Musikvereinen mit insgesamt 6379 Musikerinnen und Musiker; hiervon sind 4043 über 18 Jahre und 2336 unter 18 Jahre.
Das Hoffen im Juni 2021 auf „Normalität“ wurde leider schnell getrübt. In den Wintermonaten mussten die Proben wieder eingestellt werden und verschiedene geplante Veranstaltungen mussten aufgrund der Umstände und Maßnahmen abgesagt werden. Jetzt steht ein langer Weg bei den Musikvereinen an, um sich wieder an einen Alltag mit einem Instrument zu gewöhnen. Deshalb freut sich der Kreisverbandsvorsitzende sehr, dass im August 2022 im Musikzentrum in Plochingen die Lehrgänge D2 und D3 stattfinden können. Auch zwei Konzerte vom KVJBO stehen an und zwar am 23.04. in Schelklingen und am 24.04.2022 in Ehingen.

Die Vereine erhielten finanzielle Unterstützung von Seiten des Landes Baden-Württemberg. Herr Landrat Scheffold hat sich bei der OEW, sowie beim Landkreis für eine finanzielle Unterstützung eingesetzt.

Nach zweijähriger Pause wird im Mai 2022 endlich wieder ein Kreismusikfest stattfinden. Der ausrichtende Musikverein Blaustein feiert sein 100-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Der Musikverein Blaustein freut sich über Anmeldungen zum Wertungsspiel bzw. (mit dem Fokus) zur Marschmusikbewertung sowie zum Umzug mit anschließendem Fahneneinmarsch.

Die Vergabe des Kreismusikfestes im Jahr 2023 ging an den Musikverein Westerheim. Im Jahr 2024 findet das Kreismusikfest in Seißen statt. Den Zuschlag für das Jahr 2025 ging an den Musikverein Altheim/Alb.

Bei den diesjährigen Wahlen wurden bei der Bläserjugend die Kreisverbandsjugendleiterin Julia Schaible vom MV Ringingen und als Beisitzerin Ina Meixner vom MV Schmiechen, sowie Beisitzerin Caroline Seiz vom MV Öpfingen wiedergewählt und bestätigt.

Beim Blasmusikkreisverband wurden folgende Personen gewählt: Als Geschäftsführer Hubert Stoll vom MV Schmiechen; als Bezirks-Vertreter „West „ Wolfgang Seiz vom MV Öpfingen, als stellv. Bezirks-Vertreter „West“ Markus Bucher vom MV Schmiechen, als Bezirks-Vertreter „Mitte“ Rainer Kammerer SK Dietenheim; als stellv. Bezirks-Vertreter „Mitte“ Annika Mayer vom MV Einsingen, als stellv. Bezirks-Vertreter „Nord“ Verena Griesinger vom MV Blaustein, als stellv. Kreisverbandsdirigent-Dirigent Volker Frank  vom MV Schelklingen, als Kassenprüfer Denni Schuster vom Bergemer MV Grötzingen und Ann-Kathrin Maikler vom MV Reutlingendorf

Das Musikzentrum Plochingen ist fertig gestellt und die Eröffnung konnte im September gefeiert werden, so Vize-Präsident Karl Glöckler vom Blasmusikverband Baden-Württemberg. Jetzt gilt es das Musikzentrum mit Leben zu füllen, indem die Vereine und Gruppen die Angebote an Lehrgängen, Fortbildungen, Veranstaltungen und Probentage annehmen. Das KVJBO hat sich bereits eine Probephase reservieren lassen.
Die bisherige Geschäftsführerin Marianne Glöckler verabschiedete sich nach 32 Jahren Amtszeit aus dem Gremium. In ihrer Amtszeit hat sie den Kreisbrand geprägt und sich für die Blasmusik und für die Belange der Musikvereine in hervorragender Weise eingesetzt. Zum Dank und zur Würdigung besonderer Verdienste um die Musik wurde Marianne Glöckler mit der Erich-Ganzenmüller-Medaille in Bronce ausgezeichnet.  
Die Erich-Ganzenmüller-Medaille wird für besondere Verdienste zur Förderung der Blas- und Spielleutemusik verliehen. Mit der EGM soll eine „Lebensleistung“ in der Musik gewürdigt werden.
Des Weiteren hat der Blasmusikkreisverband Ulm/Alb-Donau Marianne Glöckler für ihre außergewöhnliche langejährige Tätigkeit als Geschäftsführerin zum Ehrenmitglied ernannt.
Die Versammlungsteilnehmer verabschiedeten Marianne Glöckler mit stehendem Applaus.


 

 


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