Der Herr der Ringe beherrscht die Lindenhalle

 Kreisverbands-Jugendblasorchester verblüfft mit grandioser Leistung - Jugendblasorchester Ravensburg ergänzt                                                                                                                                     Bericht und Foto v.Kurt Efinger Sz
Mit einer beeindruckenden Wiedergabe der Sinfonie Nr. 1 The Lord of the Rings (Der Herr der Ringe) von Johan de Meij hat das Kreisverbands-Jugendblasorchester Ulm/Alb-Donau am Sonntag beim Jahreskonzert in der voll besetzten Ehinger Lindenhalle wieder einmal sein überragendes Können unter Beweis gestellt. Als Herr der Instrumente spielte Dirigent Franco Hänle dabei die zentrale Rolle.
Die Sinfonie nach Motiven aus John Ronald Reuel Tolkiens gleichnamigem Romanzyklus ist Johan de Meijs erste große Komposition für sinfonisches Blasorchester und wurde 1989 mit dem Sudler Composition Award der John Philip Sousa Foundation ausgezeichnet. Im Jahr 2001 spielte das Philharmonische Orchester Rotterdam die Uraufführung der Fassung für Sinfonieorchester. Gandalf, Lothlórien, Gollum, Journey in the Dark und Hobbits sind die fünf Sätze des annähernd 45-minütigen Werks überschrieben.
Voll besetzt wie selten, nämlich bis ins obere Foyer hinaus, waren die Zuhörerränge, als die 80 besten Jungmusiker des Kreisverbands den Bühnenraum ausfüllten und sich vor dem geistigen Auge des Publikums das mittelirdische Zauberreich des Gandalf auftat. Von Beginn an imponierte der ausgeglichene orchestrale Sound des bestens geschulten Jugendorchesters sowohl in den emotionalen Steigerungen des ersten wie in der sanft schwingenden Landschaftsbeschreibung des zweiten Satzes. Im dritten Satz, der die Kreatur Gollum beschreibt, betörte Birgit Baur aus Unterstadion mit ihrer solistischen Leistung auf dem Sopran-Saxofon. Dirigent und Orchester verstanden es, die Spannung bis zum letzten Ton der Sinfonie zu halten und ernteten am Ende den tosenden Applaus des überwältigten Publikums.
Im zweiten Teil der traditionell als Gemeinschaftskonzert gestalteten Veranstaltung trat das Kreisverbandsjugendblasorchester Ravensburg unter der Leitung von Thomas Wolf auf. Dieser gratulierte Franco Hänle zum „überwältigenden ersten Teil“ und fragte sich, „wo der die tollen Hörner herbekommt“. Mit seinen 49 jungen Könnern präsentierte Wolf die auch im Kreis Ravensburg auf hohem Niveau gepflegte Nachwuchsarbeit mit den höchst anspruchsvollen Werken „The Sunken Village“ von Philip Sparke und „Aurora“ von Thomas Doss. Blicke auf den Regenwald öffnete Peter Grahams „Windows of the World“. Mit dem leidenschaftlichen „Dance from the East“ von Thomas Doss und einer Zugabe endete ein hinreißendes Fest der Blasmusik.

 

 Gänsehaut beim Publikum

Es war atemberaubend, mit welchem Elan, technischer Präzision und Sensibilität die Kreisverbandsjugendblasorchester Ulm/Alb-Donau und Ravensburg beim Herbstkonzert in der Lindenhalle musizierten.                                                                                                Bericht und Foto: Emmenlauer (presse-emmenlauer)

Rauschenden Beifall gab es für das das Jugendblasorchester des Blasmusikkreisverbandes Ulm/Alb-Donau unter Leitung von Franco Hänle für das fünfsätzige Werk "Lords of the Rings". 

Die Ränge im großen Saal der Ehinger Lindenhalle waren am Sonntagabend voll besetzt. In Anbetracht der starken Besucherresonanz beim Herbstkonzert des Kreisverbandsjugendblasorchester Ulm/Alb-Donau und Ravensburg musste sogar die hintere Wand im Mittelteil geöffnet werden, um dem Ansturm Herr zu werden. Die 120 Instrumentalisten beider hochkarätiger Orchester hatten diese Kulisse auch mehr als verdient.

Den ersten Part des musikalischen Feuerwerks gestalteten die rund 80 Instrumentalisten des Jugendblasorchesters Ulm/Alb-Donau. Nach einem Jahr als Dirigent war die Symbiose zwischen Franco Hänle und dem Orchester deutlich fühlbar. Bereits beim Frühjahrskonzert hatte er seine Philosophie mit den Worten umschrieben: „Gute Musik entsteht aus dem Moment heraus. Wachsames und leidenschaftliches Musizieren erzeugt Momente, die den Zuhörer berühren und für Gänsehaut sorgen.“ Genau das verströmte der Dirigent mit seinem Orchester auch beim Herbstkonzert. Nicht nur, dass die talentierten und hoch motivierten Musikerinnen und Musiker mit beeindruckender technischer Präzision spielten, sie schienen mit ihren Instrumenten in die Musik einzutauchen, was eine starke Klangfülle auswies.
Hänle und die jungen Musikbotschafter des Alb-Donau-Kreises präsentierten nur ein Stück. Aber das hatte es in sich. Beim einstündigen sinfonischen Meisterwerk „Lord of the Rings“ von Johan de Meij kostete das Orchester alle Klangvariationen mit Finesse und Extravaganz aus. In den fünf Sätzen „Gandalf“, „Lothlorien“, „Gollum“, „Journey in the dark“ und „Hobbits“ , nach dem weltberühmten Roman komponiert, erzählten die Instrumentalisten die Geschichte eines Rings, mit dessen Vernichtung die böse Macht in Gestalt des dunklen Herrschers Sauron untergeht. Die Hauptfiguren sind vier Hobbits, die unfreiwillig in ein heroisches Abenteuer hineingezogen werden. Neben diesen spielen als Vertreter des Guten (Elfen, Menschen des Nordens und Westens, Zwerge und Zauberer) wichtige Rollen. Ihre Gegenspieler sind die Geschöpfe und Untertanen Saurons. Vom ersten Ton an bis zum Schlussakkord, mal so leise, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können, mal so voluminös, dass mancher im Publikum die Luft anhielt, waren die Zuhörer gefesselt. Das gewaltige, ausdrucksstarke Werk bestach durch Dramatik, Tragik, Romantik und Fröhlichkeit und ließ das Publikum in überirdischen Gefilden schwelgen. Die Zuhörer forderten mit kaum endenden Beifall eine Zugabe. Nach dem venezianischen Lied „Funiculi, Funicula“ und dem Kreismarsch folgte erneut frenetischer Applaus.
Im zweiten Konzertteil glänzte das Jugendblasorchester des Kreisblasmusikverbandes Ravensburg unter Leitung von Thomas Wolf. Obgleich es nur etwa halb so viele Instrumentalisten wie im ersten Part waren, erlebte das Publikum ein vortreffliches Arrangement bei den Stücken „The Sunken Village“ und „Aurora“, das durch Virtuosität wie durch romantische, fröhliche, gleichwohl tiefgängige und ausdrucksstarke wie auch exotische und geheimnisvolle Klangfarben vereinte. Nicht weniger begeisterten Thomas Wolf und das Orchester bei den Werken „Amazonia“ und „Earth Walk“ sowie „Dance from the East“. So mucksmäuschenstill es während der Musikstücke im Saal gewesen war, so furios fiel der Beifall der Besucher zwischen den einzelnen Werken und nach dem Schlussakkord aus.

 


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